Visa übernimmt Currencycloud

Mit der Übernahme des Londoner Unternehmens durch Visa verschwimmen die Grenzen zwischen traditionellen Zahlungsnetzwerken und Fintechs weiter.

Visa übernimmt grenzüberschreitendes Zahlungs-Fintech Currencycloud

Visa hat am Donnerstag offiziell bekannt gegeben, dass es eine endgültige Vereinbarung zur Übernahme von Currencycloud unterzeichnet hat, einer Fintech-Plattform, die rund 500 Bank- und Technologiekunden in mehr als 180 Ländern unterstützt.

Die neue Akquisition zielt darauf ab, das Devisengeschäft von Visa zu verbessern und es zu erweitern, um Finanzinstitute, Fintechs und Partner zu bedienen. Es wird ausserdem viel über Bitcoin Cycle spekuliert. Der Deal werde insbesondere die Transparenz und Geschwindigkeit von Visa im Zahlungsverkehr verbessern, sagte Colleen Ostrowski, Global Treasurer des Unternehmens:

„Die Übernahme von Currencycloud ist ein weiteres Beispiel für die Umsetzung der Strategie des Netzwerks von Netzwerken bei Visa, um den globalen Geldverkehr zu erleichtern. Verbraucher und Unternehmen erwarten zunehmend Transparenz, Geschwindigkeit und Einfachheit, wenn sie internationale Zahlungen tätigen oder empfangen.“

Die neue Akquisition basiert auf einer bestehenden strategischen Zusammenarbeit zwischen den beiden Unternehmen, denn Visa besitzt bereits eine Beteiligung an Currencycloud im Wert von 956 Millionen US-Dollar, einschließlich Bargeld und Retention Incentives. Im vergangenen Jahr beteiligte sich Visa neben Investoren wie dem japanischen Finanzkonglomerat SBI Group an einer Finanzierungsrunde für Currencycloud in Höhe von 80 Millionen Dollar.

Der Ankündigung zufolge wird Currencycloud seinen Betrieb vom Hauptsitz des Unternehmens in London aus weiterführen und sein derzeitiges Management-Team behalten. Die Übernahme steht noch unter dem Vorbehalt der behördlichen Genehmigung.

Die Übernahme kommt kurz nachdem Currencycloud eine Partnerschaft mit Ripple eingegangen ist, einem großen Kryptowährungsunternehmen hinter dem XRP-Token. Currencycloud kündigte Anfang Juli offiziell die Zusammenarbeit mit Ripple an, um neue Mechanismen für grenzüberschreitende Transaktionen zu erforschen, insbesondere mit Fokus auf Jurisdiktionen, in denen Vorschriften die Möglichkeiten für kleine und mittlere Unternehmen einschränken.

Ein Sprecher von Visa sagte gegenüber Cointelegraph, dass die Unternehmen bis zur Schließung weiterhin als getrennte Einheiten arbeiten werden. „Es ist business as usual bis dahin“, sagte der Vertreter.

Die jüngste Übernahme kommt, da Visa sein Engagement für die Einführung digitaler Währungen vorantreibt und sowohl große Kryptowährungen wie Bitcoin (BTC) als auch fiat-pegged Stablecoins aktiv einbezieht. Letzte Woche, Visa genehmigt die Ausgabe eines neuen Bitcoin Debitkarte in Australien.